Dorf und Flur im Wandel – Kulturlandschaft Hammerbachtal entdecken

Am Samstag, 8. April 2017 wandern wir mit Herrn Giersch auf historischen Spuren durch`s Hammerbachtal. Wir treffen uns um 14.00 Uhr am Kinderspielplatz in Schrotsdorf .

„Seit der Sesshaftmachung des Menschen in der Jungsteinzeit wurde die Landschaft von ihm
geprägt. Eine erste umfassende Kultivierung unserer Heimatregion fand bereits in den Metallzeiten statt, eine zweite, sehr intensive im Mittelalter. Seit dem Landesausbau im frühen Mittelalter überzog ein enges Siedlungsnetz die Landschaft, das im späten Hochmittelalter einen Höhepunkt fand. Nie war die Zahl der Siedlungen höher und die Waldfläche am niedrigsten als im 13. Jahrhundert.


Trotz des steten Wandels von Dorf und Flur haben sich in all den Jahrhunderten die Spuren
vergangener Epochen erhalten. Sie sind nicht nur in den Archiven in alten Dokumenten erhalten, sondern auch in der Landschaft selbst. Wer sie zu lesen vermag, erfährt viel von den Wurzeln unserer eigenen Identität und spürt die Verantwortung, diese zu pflegen. Nachdem die
zurückliegenden Generationen zwar stets dem Fortschritt zugewandt waren, haben sie doch viel auf Erfahrung gesetzt und Bewährtes beibehalten. Auch dies zeigen die Spuren in der Landschaft. Erst diese Generation ist im großen Stil dabei, die historische Kulturlandschaft in einem nie gekannten Ausmaß zu zerstören.
Die Wanderexkursion führt über Fluren von Schrotsdorf und Egensbach. In den Dörfern hat sich überdurchschnittlich historische Bebauung erhalten. Wir werden unterwegs ansprechen:
– Wandel der Bebauung vom Mittelalter bis zum 20. Jh.
– Siedlungsformen
– Aussagekraft von Flurformen
– Sozialstruktur/Sozialtopographie in den Dörfern (Landwirtschaft betrieb jeder, Bauern waren aber nicht der einzige Stand im historischen Dorf)
– Wandel der dörflichen Sozialstruktur
– Landwirtschaft war nicht die einzige Form der Landnutzung: vergessene Bedeutung der
Montanindustrie im Hammerbachtal.“