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Dorfnabeltreff im Badhaus Pommelsbrunn zum Thema Badekultur und Wasseranwendungen

Zur Erforschung der Ursprünge der Wasseranwendungen und der Badekultur trafen wir uns am 9. Februar um 18.30 Uhr in Pommelsbrunn in der Naturheilpraxis von Monika A. Brand. Die Kneipp-Therapeutin Rosi Müller hatte sich eingehend mit der Geschichte der Wasseranwendungen beschäftigt. Weil sie selbst leider krank war, stellte sie uns ihr Manuskript zur Verfügung. Heilpraktikerin Monika A. Brand ergänzte den Vortrag durch ihre praktischen Erfahrungen mit Wasseranwendungen aus der Naturheilkunde.

Schon lange vor Pfarrer Sebastian Kneipp dienten Wasseranwendungen zur Reinigung, zur Förderung der Gesundheit. des Wohlbefindens und der Geselligkeit

„Der Vater der Hydrokultur war der römische Ehrenbürger Antonius Musa, der Kaiser Augustus mit kalten Bädern behandelte“ weiß Rosi Müller (Foto). Der Niedergang der „Badestuben“ wie sie im Badhausmuseum in Pommelsbrunn zu besichtigen ist, kam im 15. Jahrhundert, weil man glaubte, dass Seuchen und Infektionskrankheiten sich dadurch verbreiten könnten. Erst im 18. Jahrhundert bekamen sie wieder Aufschwung.

Badhaus

Bis Pfarrer Sebastian Kneipp die „Kneipp-Kur“ so richtig populär machte, gab es einige andere Ärzte und Laienärzte, die an die Heilkraft des Wassers glaubten sie bei Krankheiten oder zur Vorbeugung anwendeten. Auch heute noch ist jeder 5. Kurort ein Kneippkurort oder ein Kneippheilbad. Das macht deutlich, dass Wasseranwendungen bis heute nicht an Beliebtheit verloren haben.

Edith Kolb aus Pommelsbrunn führte uns kundig durch das historische Badhaus